Fortbildung: Existentielle Kommunikation und Spiritual Care


Für ehrenamtliche und hauptamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter


Zukunft bedeutet den Tod vor sich zu haben. Diese Vergänglichkeit  – angesichts der Möglichkeiten innerhalb der gegebenen Zeit – wirft die Sinnfrage auf.  Wir wissen, um die Endlichkeit unseres Lebens und darum ist es nicht gleichgültig, was geschieht. Zukunft und ihre Begrenztheit durch einen Tod ist somit der Anstoß zur Sinnorientierung. Das Ende haben wir nicht in den Händen – aber die Gegenwart. Deshalb ist es existentiell wichtiger, etwas angefangen zu haben, als es zu Ende gebracht zu haben. Auch Unfertiges hat Wert. Sich ins Leben gebracht zu haben, hat Wert. Sinn weist immer über die Zeit hinaus, spannt Vergangenheit und Zukunft mit der Gegenwart zusammen. Sinn transzendiert die Zeit und stellt die Handlungen in einen größeren Zusammenhang. Nach Sinn handeln bedeutet demnach, im Be-wusstsein der Endlichkeit, der Einmaligkeit der Situation und letztlich im Bewusstsein des Todes, Leben werden zu lassen und die Vergänglichkeit zu übersteigen.

Das Wesentliche sehen: Existentielle Kommunikation und Spiritual Care

In der Landkarte des ‚Existentiellen Denkens‘ befinden sich  ehrenamtliche und hauptamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter stets in einer aktuellen Situation der Sterbebegleitung, in die sie eingebettet sind. Weil sie darin sind, im Hier und Jetzt  des Lebens der schwerstkranken, sterbenden Menschen und seinen An- und Zugehörigen; mit der Hoffnung und Verzweiflung, der Angst und dem Leid, den Schmerzen, der Trauer und Resignation, sind sie gefragt und müssen damit  umgehen.

In der ‚Existentiellen Kommunikation‘ mit dem Gegenüber entsteht eine Dynamik diesen basalen Werten und elementaren Inhalten entsprechend zu begegnen. Konkret bedeutet es, die tiefgründigen Themen der An-Fragenden (Struktur-Modell) in dialogischer Auseinandersetzung (Prozess-Modell) antwortend zu unterstützen . Die ‚Personale Positionsfindung‘ zur Entwicklung und Vertiefung einer tragfähigen emotionalen Grundlage (Fühl-Denken) für authentische Entscheidungen steht auch im Dienst der Selbstsorge und Resilienz der Mitarbeitenden in Hospiz- und Palliativdiensten.

Ziele

Die Teilnehmenden setzen sich auf der Basis des Prozess-Models und Struktur-Modells der Existentiellen Kommunikation mit der personalen Positionsfindung auseinander, sie setzen sich u.a. mit der philosophischen Dimension von Spiritualität als wesentlichem Merkmal der Hospiz- und Palliativversorgung auseinander, sie lernen Prozesse der Sinnfindung kennen und können diese für die Sterbebegleitung nutzen, sie reflektieren hemmende Einstellungen, klären diese und setzen sich mit ihrer Entscheidungsfindung auseinander.

 

Veranstalter & Termine

DETAILS


Zielgruppe der multiprofessionellen Weiterbildung:
ehrenamtliche und hauptamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter

Kursleitung:
Ute Pelzer, zertifizierte Trauerzentrierte Fachberatung (Bundesverband Trauerbegleitung e.V.), zertifizierte Kursleiterin/Trainerin Palliative Care (DGP)

Abschluss:
Teilnahmebescheinigung

Kursgebühr:
120,00 Euro

Bildungsscheck in NRW
Information zur Finanzierungsmöglichkeit
www.mais.nrw/bildungsscheck

Anmeldung:
Füllen Sie unser Kontaktformular aus oder senden Sie uns das ausgefüllte Anmeldeformular.


Anmeldeformular

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Veranstalter & Termine

OMEGA – Mit dem Sterben leben e.V.. Ambulanter Kinder- und Jugend- Hospizdienst | 46397 Bocholt

Veranstaltungsort:
Weberstr. 6, 46397 Bocholt

17.03.2018