Fortbildung: Mitten im Leben vom Tod umfangen – Palliativversorgung in Einrichtungen der Altenhilfe

In allen Bereichen und Tätigkeiten, die schwerstkranke und sterbende Menschen betreffen, ist die Achtung der Würde und die daraus resultierende Haltung gegenüber den uns anvertrauten Menschen und gegenüber den zu beratenden und zu begleitenden An- und Zugehörigen eine Grundvoraussetzung für jegliches palliatives Handeln.

Anteilnahme, menschliche Antworten auf menschliche Grundsituationen und Widerfahrnisse des Lebens; in Krankheit, im Leiden und im Sterben, Intuition und nicht herabsetzender Ausdruck von Mitgefühl sind Werte, die sich in der Haltung der Mitarbeitenden in Einrichtungen der Altenhilfe widerspiegeln Mit diesem Selbstverständnis repräsentieren die Mitarbeitenden den Alltag und das Alltägliche und setzen ein Signal der Hoffnung durch ihr praktisches Tun bei den Betroffenen selbst und seinen An- und Zugehörigen, wie diese es wünschen. Dabei bleibt die Kompetenz der nicht-pflegerisch Mitarbeitenden in der Altenhilfe, die Kompetenz ihrer Profession und ist Ausdruck ihres Selbstverständnisses.

Weitere handlungsleitende Prinzipien für die erfolgreiche Mitarbeit in der Palliativversorgung sind die Wahrnehmung von zum Teil sehr krisenhaft erlebten Situationen, deren Ausgangslage die existenzielle einzigartige Situation der Erkrankung und des Sterbens ist. Wahrnehmen bezieht sich zunächst auf die Kompetenz des Wahrnehmens, um die Situationen angemessen einschätzen, entsprechend handeln, aber sich auch zurücknehmen zu können. Dieses ist eingebettet in eine suchende Haltung und einen Dialog mit dem schwersterkrankten Menschen und seinen An- und Zugehörigen, um eine adäquate Lebensqualität der Betroffenen sicher zu stellen.

Ziele

Die Teilnehmenden respektieren die individuellen Bedürfnisse und Erwartungen ihres Gegenübers nach emotionaler Nähe und Distanz, ohne sie immer auch erwidern zu müssen, sie tolerieren und akzeptieren über die eigene Betroffenheit hinweg andere Menschen mit vielleicht entgegen gesetzten Auffassungen, Überzeugungen und Ideen, sie kennen die wesentlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Ebenen des emotionalen, seelischen, und spirituellen Erlebens, sie wissen, dass es individuell unterschiedliche Formen des Umgangs mit Gefühlen im Hinblick auf Sterben, Verlust und Trauer gibt, sie können unterschiedliche individuelle Strategien anderer Menschen mit Sterben und Tod aushalten und würdigen, sie kennen die Dimensionen, in denen Grenzen der Wahrnehmung und des Handelns erfahren werden, sie kennen die Bereiche, in denen sie die schwerste erkrankten, sterbenden Menschen und ihre Angehörigen unterstützen können.

Inhalte

Wahrnehmung von Nähe und Distanz, Wahrnehmung der Kommunikation und Gesprächsführung, Wahrnehmung des eigenen Umgangs mit Sterben, Tod, Verlust und Trauer, Wahrnehmung der Situation Sterbender und ihrer An- und Zugehörigen im Umgang mit Sterben, Tod, Verlust und Trauer, Bedeutungsdimensionen der Palliativversorgung in Einrichtungen der Altenhilfe.

Veranstalter & Termine

DETAILS


Zielgruppe der multiprofessionellen Weiterbildung:
Nicht-pflegerisch Mitarbeitende in Einrichtungen der Altenhilfe

Kursleitung:
Ute Pelzer, zertifizierte Kursleiterin Palliative Care (DGP)

Kursgebühr:
240,00 Euro inkl. Unterlagen

Bildungsscheck in NRW
Information zur Finanzierungsmöglichkeit
www.mais.nrw/bildungsscheck

Anmeldung:
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Veranstalter & Termine

Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH | 42799 Leichlingen

Veranstaltungsort:
Ev. Tagungszentrum Hasensprungmühle, Hasensprung 7, 42799 Leichlingen

01.10.2018 – 02.10.2018