Fortbildung: Palliative Care Level 2


Mulitprofessionelle Fortbildung Palliative Care Level II 2018

Qualitätssicherung nach §39a, §132d ff. §132 g, gemäß §37b Abs. 1 und Abs. 2, SGB V


 Die Hoffnung ist der Regenbogen über den herabstürzenden jähen Bach des Lebens, hundertmal vom Gischt verschlungen und sich immer von neuem zusammensetzend, und mit zarter schöner Kühnheit ihn überspringend, dort wo er am wildesten und gefährlichsten braust.“

– Friedrich-Wilhelm Nietzsche – 

Wesentliche sehen: Arbeiten mit Metaphern in der Palliativversorgung

Metaphern werden oft ohne, dass dieses uns bewusst ist, alltäglich verwendet. Anhand dieser impliziten Verwendung von Metaphern kann man sogar unterschiedliche Personengruppen unterscheiden, weil sie zu unterschiedlichen Formen von Sprachbildern neigen, zum Beispiel „bei Licht besehen- visuell“, „den richtigen Riecher für etwas haben – olfaktorisch“, „einen Warnschuss abgeben – militärisch“ und anderes mehr.

Metaphern kann man in verschiedenster Weise in der Palliativversorgung nutzen. Bildhafte Formulierungen oder auch ganze Erzählungen können von einer impliziten auf eine explizite Reflexionsebene gebracht werden. Somit kann der Sprachgebrauch des Gegenübers verstärkt, abgeschwächt oder verstört werden. Bildhafte Sprache erschließt auch die Möglichkeit zwischen assoziierten und dissoziierten Schilderungen zu wechseln, um an der Sprache des Gegenübers anzuknüpfen, ihn gezielt zu anderen Bilderwelten zu führen oder Trancezustände zu erzeugen. Durch den Perspektivenwechsel kann der Schwersterkrankte und/oder seine An-und Zugehörigen im Umgang mit Hoffnung und Verzweiflung, der Angst und dem Leid, den Schmerzen, der Trauer und Resignation, andere Erfahrungen machen und an Lebensqualität gewinnen.

Polypharmazie in der palliativen Schmerztherapie und Symptomlinderung

Schmerz ist ein sehr belastendes, tief unangenehmes Phänomen, das häufig durch viele unterschiedliche Einflüsse eine Dimension erreicht, die die Lebensqualität drastisch reduziert und für viele Menschen kaum noch zu ertragen ist. Eine sinnvolle Anwendung verschiedener Schmerztherapieverfahren im Sinne einer ganzheitlichen Therapie (konventionelle und nicht-medikamentösen Methoden), ist in den meisten Fällen mit chronischen Schmerzen angebracht und findet umso mehr Anwendung, je fortgeschrittener die Chronifizierung in der palliativen Situation bereits ist. Dieses muss im Rahmen der gesamten Medikation des Betroffenen bewerten werden. Relevante Funktionen sind deshalb die Koordination aller am Versorgungsgeschehen Beteiligter. Offenkundig ist, dass multi-morbide Patienten mit einer hohen Zahl an Arzneimitteln einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen. Es muss regelmäßig überprüft werden, ob alle Arzneimittel in der palliativen Situation gleichermaßen notwendig bzw. ob medikationsbezogene Probleme aufgetreten sind. Zur individuellen Bewertung der Therapie ist ein strukturiertes Vorgehen notwendig. Eine Veränderung der Therapie erfordert eine umfangreiche beratende Tätigkeit und eine sorgfältige Therapieabsprache (shared decision making / partizipative Entscheidungsfindung) mit dem Betroffenen. Bei dem Einsatz nicht-medikamentösen Schmerztherapieverfahren ist eine Steigerung des physischen und emotionalen Wohlbefindens häufig feststellbar. Es werden damit einerseits körpereigene Vorgänge aktiviert, andererseits wird die körpereigene Schmerzhemmung stimuliert. Die Betroffenen lernen, selbst etwas gegen ihre Schmerzen zu unternehmen, sie bauen damit ihre Kompetenzüberzeugung auf und gewinnen an Vertrauen unter anderem auch in die medizinische Therapie, schöpfen Hoffnung für die Linderung der Symptome in ihrer palliativen Situation. 

Psychiatrie in der Palliativmedizin: Die Behandlung psychiatrischer und psychosomatischer Probleme

Widerfahrnisse, wie eine lebensverkürzende Erkrankungen bedrohen unser Mensch-Sein und unsere Idee von uns selbst. Das Sein kann durch die Krankheit zermürbt und zerfressen werden. Das Leiden daran ist das Symptom dieser Verletzung. Dieses Leiden, infiltriert in physische, psychologische, soziale, spirituelle und philosophische Dimensionen unserer Existenz. Eine Vielzahl der belastenden Symptome unter denen die Patienten am Lebensende leiden, sind nicht ausschließlich körperlicher Natur. Einige sind primär psychologisch oder psychiatrisch und wiederum andere sind psychosomatisch oder somato-psychisch. Die Inhalte einer adäquaten Anamnese der psychischen Verfassung eines sterbenden Patienten richtet sich danach, was für den Patienten und das Palliativteam als Symptomlast deutlich wird. Häufig vorkommende psychische Symptome bei Sterbenden sind; Delir, Angst, Depression und kognitive Störungen. Die Psychopharmakologie in all ihren Facetten ist dabei ein Werkzeug zur Linderung des Leidens.

Qualitätssicherung

Gemäß der gesetzlichen Grundlagen §39a, §132d ff., §132 g gemäß §37b Abs. 1 und Abs. 2, SGB V wird die Qualitätssicherung durch jährliche Fortbildungsveranstaltungen für die Absolventen der Weiterbildung Palliative Care durch die Palliativakademie Rheinland sichergestellt. 

Ziele

Die Teilnehmenden erarbeiten ein Grundverständnis für den Aufbau und die Funktion von Metaphern, sie setzen sich mit den Grundprinzipien und -techniken der Arbeit mit Metaphern auseinander, lernen Methoden zur Arbeit mit Metaphern kennen und können diese in die berufliche Situation der Palliativversorgung transferieren, wertschätzen im Miteinander die humorvollen Aspekte der Arbeit mit Metaphern und können diese als Ressource zur Stärkung ihrer Resilienz erkennen.

Die Teilnehmenden setzen sich mit den medikationsbezogenen Problemen der Polypharmazie bei multimorbiden Patienten in der Palliativversorgung auseinander, vertiefen ihr Wissen in der Pharmakokinethik und -dynamik unterschiedlicher Schmerztherapieverfahren, können ihr erweitertes Wissen in die unterschiedlichen Praxisfeldern transferieren, anhand von Kasuistik aus der Praxis erweitern und festigen sie ihre fachliche, methodische und sozialkommunikative Kompetenz.

Die Teilnehmenden haben einen Überblick über verschiedene Interventionen einschließlich Psychoedukation, Beratung der Patienten und ihren An-und Zugehörigen, sie setzten sich mit der psychopharmakologischen Medikation von depressiven und ängstlichen Störungen, Delia und Versiertheit auseinander und kennen die korrekte Indikationsstellung.

Inhalte 

Grundlagen und Fallarbeit zur Arbeit mit Metaphern in der Palliativversorgung


Grundlagen und Fallarbeit zu Polypharmazie und möglicher Interventionen in der palliativen Schmerztherapie und Symptomlinderung 


Grundlagen und Fallarbeit zur speziellen Symptomatologie, Psychoedukation und Psychopharmakolo-gie in der Palliativversorgung 


 

Veranstalter & Termine

DETAILS


Zielgruppe der multiprofessionellen Fortbildung:
Absolventen der Weiterbildung Palliative Care, Ärztinnen/Ärzte, Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, der Alten- und Behindertenhilfe

Kursleitung:
Ute Pelzer, zertifizierte Kursleiterin Palliative Care (DGP)

Ärztliche Kursleitung:
Dr. med. Hartwig Orth

Abschluss:
Teilnahmebescheinigung/ Fortbildungspunkte der Ärztekammer

Kursgebühr:
360,00 Euro inkl. Unterlagen

Anmeldung:
Füllen Sie unser Kontaktformular aus oder senden Sie uns das ausgefüllte Anmeldeformular.


Anmeldeformular

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Veranstalter & Termine

Neukirchener Erziehungsverein Altenhilfeverbund

07.01.2019 – 09.01.2019

Veranstaltungsort:
Neukirchener Fortbildungsakademie Karl-Immer-Haus
Herkweg 8, 47506 Neukirchen-Vluyn

06.01.2020 – 08.01.2020

Veranstaltungsort:
Neukirchener Fortbildungsakademie Karl-Immer-Haus
Herkweg 8, 47506 Neukirchen-Vluyn

08.01.2018 – 10.01.2018

Veranstaltungsort:
Neukirchener Fortbildungsakademie Karl-Immer-Haus
Herkweg 8, 47506 Neukirchen-Vluyn

Caritasverband Geldern-Kevelaer e.V.

Caritasverband der Dekanate Dinslaken und Wesel e.V.

05.03.2020 – 07.03.2020

Veranstaltungsort:
St. Ludgerus-Haus, Friedenstraße 87, 46483 Wesel05. März 2020 – 07. März 2020

Palliativakademie Rheinland

Ev. Altenhilfe Duisburg GmbH

Kath. Fachseminar für Altenpflege Duisburg e.V.

Kaiserswerther-Diakonie

Ev. Fachseminar für Altenpflege Xanten

DRK-Schwesternschaft Krefeld e.V.

Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk GmbH

Katholisches Fachseminar für Altenpflege Duisburg e.V.

Ev. Gesellschaft für gemeinnützige Altenhilfe mbH

Evangelische Perthes-Stiftung e.V. Altenhilfe Nord