Weiterbildung für die Tätigkeit zur Beraterin, zum Berater: „Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase gemäß § 132g Abs. 3 SGB V.“

Präambel aus der Vereinbarung nach § 132g Abs. 3 SGB V über Inhalte und Anforderungen der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase vom 13.12.2017.

Zunehmendes Lebensalter oder chronisch fortschreitende Erkrankungen machen eine intensive Auseinandersetzung mit Fragen der physischen, psychischen, sozialen und religiösen bzw. spirituellen Unterstützung sowie mit Fragen zu pflegerischen Maßnahmen und medizinischen Behandlungen in Vorbereitung auf die letzte Lebensphase erforderlich.

Die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase im Sinne des § 132g SGB V orientiert sich am biografischen bzw. lebensweltlichen Hintergrund der Leistungsberechtigten. Der Wille der Leistungsberechtigten ist zu respektieren und daher handlungsleitend.

Inhalt der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase ist ein individuelles, auf die Situation der Leistungsberechtigten zugeschnittenes Beratungsangebot zur medizinisch-pflegerischen, psychosozialen und/oder seelsorgerlichen Versorgung in der letzten Lebensphase. Sie soll den Leistungsberechtigten ermöglichen, selbstbestimmt über Behandlungs-, Versorgungs- und Pflegemaßnahmen entscheiden zu können und damit als Grundlage für eine Behandlung und Versorgung am Lebensende dienen, die den geäußerten Vorstellungen der Leistungsberechtigten entspricht.
Die Etablierung der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase in voll stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen der Eingliederungshilfe setzt einen Organisationsentwicklungsprozess in den Einrichtungen voraus. Hierbei geht es um die Einbindung der gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase in die Strukturen und Prozesse der Einrichtungen.

Ziele

Die Teilnehmenden können auf der Grundlage der erworbenen Fachkompetenz, Methodenkompetenz, personaler und sozialkommunikativer Kompetenz aus der Palliativversorgung den Transfer zu den Inhalten und Zielen der theoretischen Lernfelder nach §132g Abs. 3 SGB V für den Beratungsprozess und die Fallgespräche leisten, sie lernen die Vor- und Nachbereitung und Inhalte der Dokumentation ders Beratungsprozesses kennen und können diese sachgerecht erstellen, sie kennen die Rahmenbedingungen für die interne und externe Kommunikation der dokumentierten Willensäußerung des Leistungsberechtigten, sie bilden regionale Peergroups und kennen die komplexe Anforderungsstruktur für die Arbeit in den Peergroups.

1. Praxisteil

Die Teilnehmenden führen in ihrer vollstationären Pflegeeinrichtung zwei Beratungsprozesse unter Begleitung der Kursleitung mit insgesamt vier Gesprächen durch, sie reflektieren mit der Kursleitung den komplexen Beratungsprozess.

2. Praxisteil

Die Teilnehmenden führen mindestens sieben Beratungsprozesse innerhalb der vorgegebenen Zeit alleinverantwortlich in ihrer Praxis durch, sie stellen jeweils einen Beratungsprozess von der Planung, Bearbeitung bis zur Auswertung in ihrer Peergroup vor und reflektieren systematisch und umfassend die fachlichen Aufgaben und Problemstellungen sowie die eigenverantwortliche Steuerung des Beratungsprozesses, die Teilnehmenden führen darüber ein Protokoll, sie stellen den entsprechenden Beratungsprozess einschließlich des Protokolls im Rahmen des Abschlusskolloquiums vor.

Inhalte

  • Zusammenschau der medizinischen, pflegerischen, ethischen, rechtlichen Fachkompetenz, Methodenkompetenz und personaler- und sozialkommunikativer Kompetenz in der Palliativversorgung
  • Planung, Bearbeitung, Dokumentation und Auswertung des Beratungsprozesses
  • Planung, Strukturierung, Steuerung, Dokumentation und Auswertung von Fallgesprächen
  • Bildung von Peergroups und inhaltliche Arbeit
  • Praxisteil 1
  • Praxisteil 2
  • Abschlusskolloquium

Veranstalter & Termine

DETAILS


Zielgruppe: 
Absolventen der multiprofessionellen Weiterbildung Palliative Care

Kursleitung:
Ute Pelzer, zertifizierte Kursleiterin Palliative Care (DGP)

Kursgebühr:
699,00 Euro inkl. Unterlagen

Bildungsscheck in NRW
Information zur Finanzierungsmöglichkeit www.mais.nrw/bildungsscheck

Anmeldung:
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